Cyber-Monday: Schnelligkeit ist keine Hexerei

Am heutigen Montag geht es mal um ein echtes Stück Mega High CyberTech die schon fast am Limit des technisch machbaren ist, jedenfalls aus heutiger Sicht. Es geht um HRR Systeme.

HRR steht für „High Reflex Response“ und das wiederum beschreibt eine technische Beschleunigung des Reaktionsvermögens. Also, um das was ihr umgangssprachlich Hyperflexe nennt. Oder ist der Begriff schon wieder out?

Nun ja, auf jeden Fall sind HRRs ein wirkliches Wunder der Nanotechnik. Winzige Aktoren werden an Schlüsselpositionen im Nervensystem platziert und so aufeinander abgestimmt, dass sie eine Reflexhandlung auslösen können. Also eine Handlung bei der das Gehirn nur rudimentär beteiligt ist.

Die Geschichte der HRRs ist kurz. 2085 entwickelte eine Arbeitsgruppe des cybertechnischen Fakultätsverbundes am Universitätsstandort Hannover ein Nanosystem das in der Lage war sich an Nerven anzudocken und die Nervenfunktionen gezielt zu übersteuern. Weiterhin war das System in der Lage mit einer Zentraleinheit zu kommunizieren. Gemäß den Richtlinien des Verbundes wurden die Studien und technischen Erkenntnisse als Open Source veröffentlicht. Der Rest ist Geschichte. Große CyberTech Produzenten stürzten sich auf die wissenschaftlichen Arbeiten und schon 2088 habe es die erste HRR BodyWare zu kaufen. So toll HRR auch war, so richtig wissen wozu man es braucht, schien keiner zu wissen. Natürlich wurde es für den Profisport angepriesen und auch für die ein oder andere Tätigkeit in der Industrie, aber der große Erfolg blieb bisher aus.

Das mag auch daran liegen, dass es einige Gefahren und Nebenwirkungen dieser CyberTech gibt, die man nicht außer Acht lassen sollte.

Nachteile von HRRs

Viele preiswerte HRRs sind immer an, d.h. man kann die Zentraleinheit nicht abschalten. Leider sind die Fähigkeiten von diesen preiswerten Systemen auch wesentlich schwächer, sprich langsamer, als hochwertige Systeme. Da es sich um Reflexe handelt, spielt Geschwindigkeit aber eine zentrale Rolle. Günstige Systeme Kaschieren ihre mangelhafte Geschwindigkeit gerne mit „optimierten“ Rechenvorgängen. D.h. sie verzichten auf jede unnötige Berechnung um möglichst schnell eine Reflexreaktion auslösen zu können. Doof nur, dass die rechenintensivsten Vorgänge die Plausibilitätsprüfungen sind, also die Vorgänge die überprüfen welche Aktion jetzt angemessen ist. Ihr wisst worauf ich hinaus will?

Wer möglichst billig kauft, läuft Gefahr das unkontrollierbare Reflexhandlungen ausgelöst werden die nicht nötig wären. Das ist im besten Fall lustig im schlimmsten Fall tödlich.

Ein weiterer Nachteil diverser Produkte auf dem Markt ist ihre Angreifbarkeit durch Bitjockeys. Im Grunde ist es so dass alle Nanokonstruktionen des HRR zusammen mit der Zentraleinheit ein drahtloses Netzwerk aufbauen. Natürlich verschlüsselt usw., aber eben über den gesamten Körper. Es umgibt und durchdringt den biologischen Körper des Trägers und ist natürlich noch etwas darüber hinaus vorhanden. Aber Open Source sei Dank, haben es Bitjockeys relativ einfach Angriffspunkte in diesem Netzwerk zu finden.

Vorteile von HRRs

Nun ja, der Körper reagiert schneller auf externe Reize. Ein solcher Reiz kann vielfältiger Art sein. Geräusche, Gerüche, Situationen usw. Tritt ein solcher Reiz auf reagiert das HRR System schneller als das Gehirn ein angeborener Reflex auslösen kann. So wenig sinnvoll es für Otto Normalbürger ist umso sinnvoller ist das für euch. Ein Mündungsblitz, das Geräusch einer kollernden Granate, der Mundgeruch eines Gegners der euch von hinten Niederschlagen will. In solchen und vielen anderen Situationen ist eine schnellere Reaktion hilfreich.

Genau wie die genetisch vorhandenen Reflexe lassen sich die künstlichen HRR Reflexe trainieren, damit euer Körper das richtige tut, bevor ihr realisiert das ihr es tut. Aber spart lieber auf hochwertige Produkte und baut euch nicht den billigen Ramsch ein.

Ach ja, es kann sich auch noch lohnen etwas zu warten. Der Markt für die HRRs ist jung und es kommen alle Nase lang neue Systeme auf den Markt.

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