Cyber-Monday: Stay Connected

Für diesen Cyber-Monday habe ich mir ein Stück HeadTech ausgesucht, das Neuralinterface. Viele werden auch diesmal wieder denken das es recht langweilig ist etwas über eine CyberTech zu lesen die schon fast 50 Jahre alt ist, aber NIs sind die Grundlage für so vieles, dass es sich lohnt darüber zu schreiben.

Gleich vorweg, dieser Artikel wird sicherlich nicht erschöpfend Auskunft über alle existierenden NIs geben die es in den letzten 5 Dekaden auf der Welt gegeben hat. Ich hoffe das ich aber einen Grundlagenartikel zusammentragen kann auf dem ich später aufbauen kann.

Als 2038 das japanische Technologie Startup BAGI das erste funktionierende und sinnvoll einsetzbare Neuralinterface auf einer Technologiemesse vorstellte, hielt sich die Begeisterung der Industrie noch in Grenzen. Zu lebhaft hatte man noch das Leid der Neurolink Brain-Computer-Interface (BCI) Tester vor Augen. Diese hatten 2032 an einer Langzeitstudie mit dem BCI von Neurolink teilgenommen, viele der Testpersonen entwickelten starke psychische Auffälligkeiten. Dieses wurde damals zu spät bemerkt und mündeten in zahlreichen Selbstmorden und einem Amoklauf in Los Ageles.

Auf jeden Fall schaffte es BAGI damals mehrere Investoren zu finden, die weitere Entwicklungen auf dem Gebiet möglich machten. BAGI gelang es zahlreiche Prozesse in den Unternehmen der Sponsoren so zu gestalten das sie von Mitarbeitern mit NI merklich effektiver ausgeführt werden konnten. Das blieb auch der Konkurrenz nicht verborgen. Schon drei Jahre später, im Sommer des Jahres 2041 erschienen gleich bei drei Mitbewerben funktionierende NIs. Da sich alle Technologien stark ähnelten gab es einen großen Skandal von wegen Industriespionage usw. Das übliche halt. Der Rest ist Geschichte. NIs revolutionierten viele Vorgänge in der Arbeitswelt, beschleunigten jede Art von Forschungsarbeit und hielt schlussendlich in den Alltag Einzug.

Dabei machen alle NIs das gleiche. Sie dienen der Verbindung von Gehirn und Technologie. Dabei greifen sie auf standardisierte Protokolle zurück. Hersteller von Technologie müssen lediglich passende Chipsätze in ihren Geräten verwenden, schon kann sich ein NI mit dem Gerät verbinden. Welche Möglichkeiten der NI Träger dann hat, hängt von der Firmware des Gerätes ab, also welche Funktionen der Geräte Hersteller sich so ausgedacht hat für sein Gerät. Das geht von ganz simpel bis hochkomplex. Viele Geräte übermitteln einfach nur Statusinfos wie z.B. eine Temperatur oder ganz banal die Uhrzeit. Der Träger weiß das dann einfach, er weiß also das im Kühlschrank gerade 8 Grad Celsius sind oder das es 15:03:34 Uhr ist. Die andere Seite ist dann z.B. die Drohnensteuerung, also ein bidirektionaler Vorgang der hunderte von Sensorinformationen vom technischen Gerät an den NI Träger übermittelt und gleichzeitig eine Vielzahl von Informationen vom NI Träger an das Gerät zurücksendet. Wie ihr euch denken könnt, gibt es für viele Anwendungsgebiete spezielle NIs.

Neuralinterfaces sind so zahlreich auf dem Markt das ich hier keine einzelnen Modelle vorstellen werde. Eine grundsätzliche Klassifikation macht da schon mehr Sinn.

Preiswerte Consumer NIs gibt es schon für wenige Euro an jeder Straßenecke, die meisten von euch werden eines davon besitzen. Der Eingriff ist schnell und sicher. Durch das operieren an den Nerven ist eine gute Narkose zwar unumgänglich, aber das war es auch schon. Moderne NIs benötigen natürlich keine physische Verbindung wie z.B. ein Kabel um sich mit Geräten zu verbinden. Je nach Preisklasse können NIs die Verbindung zu mehreren Geräten gleichzeitig halten. Damit erzähle ich euch ja nichts Neues.

Das zweite wären die Industrie / Business NIs. Teuer als die Consumer NIs aber auch leistungsfähiger. Besser abgeschirmt, besser verschlüsselt, bessere Datenrate usw. Je nach Einsatzgebiet kommen neben drahtlosen Varianten auch kabelgebundene zum Einsatz, vor allem dort wo es auf Störsicherheit und Datenrate ankommt.

Die dritte variante ist natürlich die militärische, ich nenne sie mal Heavy Duty NIs. Diese Neuralen Interfaces sind sehr Vielseitig und besitzen leistungsfähige Komponenten auf denen auch sehr komplexe Firmware laufen kann.

Je nach Hersteller gibt es mehr oder weniger sinnvolle Erweiterungen für die NIs. Das ist aber schon einen weiteren Artikel wert. Wichtig für euch ist noch zu wissen das es Implantate gibt die eine zusätzliche Stromversorgung benötigen, meistens die Leistungsfähigeren. Nahezu alle Consumer NIs benötigen nur die körpereigenen Ströme um zu funktionieren. Je komplexer die Firmware, desto höher der Strombedarf. Das Laden der Akkus ist aber simpel und meistens im Schlaf zu bewältigen.

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