Equipment-Guide: Cybertech Augen

Um unser neues Portal mal mit Leben zu füllen, werde ich hier mal ab und zu ein wenig meine Gedanken zu aktuellen Entwicklungen auf dem Equipment Sektor preisgeben. Ich hoffe ich kann es so aufbereiten das sowohl Neulinge im Business, als auch alte Hasen was vom Lesen meiner geistigen Ergüsse haben.

Ich starte mal mit ein wenig Head-Tech, den Cybertech Augen.

Künstliche Augen gehören mit Sicherheit zu den beliebtesten Modifikationen die Menschen sich antun. Sie sind praktisch, erschwinglich und bieten einen echten Mehrwert über den gesamten Tag. Es kostet zwar zuerst eine gewisse Überwindung sich die natürlichen Augen gegen diese technischen Wunderwerke ersetzen zu lassen, aber die ganze Breite positiven Feedbacks aus der direkten Umgebung lassen diese Ängste schnell in den Hintergrund treten.
Ich rede natürlich von echter Cybertech, nicht irgendwelchen kosmetischen Veränderungen. Diese sind schon viel länger Salonfähig.

Natürlich war es das Militär, das diese Technik zuerst massenhaft verwendete. Die USA rüsteten ab etwa Mitte der 2050er ganze Einheiten mit ihren MilSpec Augen aus, andere Armeen zogen natürlich nach. Diese Augen waren natürlich primär für die Verbesserung der Kampfleistung konzipiert z.B. durch erweiterte Lichtspektren und integrierte Zoomfunktionen. Erfüllten aber auch, durch angeschlossene Speichermedien oder Verbindung zu Funkgeräten, einen Zweck bei der Sammlung von Informationen und Koordinatenweitergabe.
Ende der 2050er erlaubte dann das Internationale Olympische Komitee, neben der Verwendung anderer Cybertech auch die Verwendung von Cybertech Augen für einige Sportarten wie z.B. dem Speerwerfen, Bogenschießen und weiteren. Diesen Umstand nutzten die Hersteller ziviler Cybertech Augen natürlich für massentaugliche Vermarktung ihrer Produkte. Und wie schon immer bei beliebten Wettkämpfen stieg die Zahl der Fans solcher Technologie sprunghaft an. Da man Cybertech in den seltensten Fällen aber so schnell ablegen kann wie z.B. ein Fahrrad, wenn der Hype um die aktuelle Tour de France verflogen ist, blieb der Werbeeffekt nachhaltig. Um die Nachfrage zu befriedigen verbreiterten die Hersteller das Angebot und brachten eine Weile sogar Augen mit recht exotischen Eigenschaften auf den Markt. Unvergessen wird wohl das kurze Aufleben der BeamRay-Augen bleiben, aus denen damals ständig dieser komische Strahl kam und jedem klar machte wohin der Besitzer gerade blickte.

Auf jeden Fall sind seit Beginn der 2060er die künstlichen Augen überall angekommen. Im Militär, im Sport, im Job und im Privatleben. Für jeden gibt es das passende Paar.

Aber, jetzt mal der Reihe nach.

Augen für den Privaten Gebrauch sind preiswert und besitzen vermutlich die wenigsten Sinnvollen Funktionen für unser Business. Klar ist es schön ein wenig Zoomen zu können, den Fokus zu verändern, diverse Filter zu verwenden und seine Lieblingsserie damit zu schauen, aber im Grunde lässt sich das alles auch mit einer einfachen Brille bewerkstelligen … für noch weniger Kohle. Der Preis ist natürlich unschlagbar, wird aber durch das beschränken auf Gimmick-Funktionen erkauft.

Augen für das Arbeitsumfeld (also das von Normalos in einem Lohnjob) und für Sportler, bieten da schon mehr Funktionen, kosten dafür aber auch mehr. Ich denke diese Art von Augen sind so der Standard für uns EMs. Die meisten Modelle besitzen, neben den Funktionen privater Baureihen, diverse Methoden zur Bestimmung und Berechnung von Strecken, Winkel, Bögen und Entfernungen. Im Blickfeld lassen sich diverse Informationen einblenden, auch von externen Geräten die z.B. mittels Datenbuchse oder Kabelloser Verbindung mit den Augen verbunden werden. Die Augen können auch fast alle ihre Wahrnehmungen auf internen oder externen Geräten aufzeichnen. Mit geeigneter Software lassen sich alle möglichen Anwendungen verwirklichen, Gesichtserkennung, Echtzeitübersetzungen fremdsprachiger Texte, Bildverarbeitung im Dokumentenwesen usw.
Die erweiterte Wahrnehmung des Lichtspektrums ist allerdings selten bei diesen zivilen Cybertech Augen. Es gibt zwar zahlreiche Modelle die eine Restlichtverstärkung besitzen, aber Infrarotwahrnehmung ist sehr selten. Wir können nur spekulieren, warum. Einerseits macht es im Sport relativ wenig Sinn Infrarot sehen zu können. Im Job fallen mir da schon mehr Anwendungen ein. Ich habe mal gehört das der Preis der Nanochips, die die zusätzlichen Farbinformationen fürs Gehirn aufbereiten, exorbitant hoch sei und es sich deshalb nicht durchgesetzt hat dieses Farbspektrum in die zivilen Varianten einzubauen.

Tja, und damit sind wir auch schon bei der Premiumklasse an Cybertech Augen, der militärischen Variante. Wir können nur spekulieren was die wirklich alles können, auf jeden Fall nutzen sie spezialisierte Algorithmen um die normalen Funktionen, die man auch in anderen Augen bekommt, aufs Maximum zu treiben. Jegliche Art von ballistischen Berechnungen, Lokalisierung und Identifizierung aller möglichen Objekte im Blickfeld. Unterstützung von Taktiksoftware, Markieren von Zielen uvm. Auch mit Sicherheit gibt es Augen für Scharfschützen, Undercover Einheiten und Sonderkommandos. Und vermutlich noch viel mehr Schweinereien die wir nicht mal ahnen.

Einbau und Kosten

Allen Augen gemeinsam ist, das man sie sich erst mal einsetzen lassen muss. Das sollte man natürlich tunlichst unter den besten Voraussetzungen durchführen lassen. Neben ernsthaften Gesundheitsschäden, wie z.B. Entzündungen und Infektionen, gibt es auch eine ganze Reihe kleinerer Ärgernisse die auftreten können wenn man Pfuscher und Amateure den Eingriff vornehmen lässt. Nichts ist schlimmer als eine fehlerhafte Stereo-Lagekalibration, das berühmte „Flickering“ bei Kurzschlüssen in den synthetischen Nerven oder die Nanoblackouts wenn die Nervenanbindungen oxidieren. Da Cyberaugen zu den eher kleinen technischen Wunderwerken gehören, haben sogar die Verfechter des unversehrten Körpers nur wenige Argumente gegen diesen Eingriff. Der BioMasseIndex (BMI) des Technischen Institutes für Cyber-Technologie in Schweinfurt (TICTS) veranschlagt den Verlust an echter Biomasse nur mit 3% (zivil) und 6% (militärisch). Sie berufen sich bei dem Wert für die zivile Variante auf über 6000 Vergleichswerte. Bei der militärischen Variante scheint es sich aber eher um einen Schätzwert zu handeln, da sie dort nur 17 Quellen für Vergleichswerte angeben und diese z.T. schon älter als 10 Jahre sind.

OcchiArt Werbegrafik
Das erweiterte Farbspektrum in der Grafik täuscht und ist ein Werbegag von OcchiArt. Statt Infrarotsicht zu nutzen, kann der Träger die Farbe der Iris beliebig anpassen.

Aktuell sind vermutlich die Augenmodelle von Smart-Meter (US), Fujispec  (JP) und OcchiArt (IT) die beliebtesten auf dem Massenmarkt. Smart-Meter bedient dabei auch noch das US Militär. Fujispec und OcchiArt konzentriert sich vollständig auf die Consumerelektronik.

Ich habe mich mal nach dem aktuellen Einbaupreisen (inkl. Hardware) erkundigt. Da uns natürlich nicht die offiziellen Preise in Euro interessieren, hier die Preise in MY. Für das Paar ziviler Augen fallen etwas mehr als 3100µ an, dabei ist es egal von welchem Hersteller. Militärische Augen bekommen wir zurzeit nur von Smart-Meter und die kosten mit mehr als 13000µ schon eine ordentliche Stange Geld … und ob es sich dabei um Neuware handelt weiß auch niemand.

Ich rate euch daher bei den zivilen Modellen zu bleiben, der Mehrwert von militärischen Modellen wird sich vermutlich nur Auswirken wenn euer ganzes Team solche Augen hat.

Zu erwähnen ist noch das im Februar die General Police Equipment Exhibition & Conference (GPEC) in Frankfurt stattfindet. Vielleicht stellt sich ja mal ein neuer Wettbewerber den großen drei in den Weg.

Beitragsbild von sarkovskim auf Pixabay
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