Fusionswerke: Energie preiswert wie nie

Im Jahr 2025 nahm in Frankreich mit ITER der Fusionsreaktor den Testbetrieb auf, der getrost als Vorläufer unserer aktuellen Reaktoren gewertet werden kann. Es sollte zwar noch 10 Jahre dauern bis die erzeugte Leistung die benötigte Energie (zum Erzeugen dieser Leistung) stabil übertraf, aber wie wir alle wissen gelang das im Jahr 2036. Schon seit den späten 20er Jahren setzten sich die Energiekonzerne dafür ein, die Fusionsreaktoren so schnell wie möglich zur Serienreife zu entwickeln und unterstützen die Forschungseinrichtungen mit ungeheuren Mengen an Geld und Personal.
So war es auch kein Wunder das schon wenige Wochen nachdem Behörden den Testanlagen die Freigabe zur kommerziellen Verwendung gaben (und damit gleichzeitig die Betriebssicherheit bescheinigte) überall auf der Welt der Bau von Fusionskraftwerken (FKW) begann. 2037 wurde schon 12% des Weltenergiebedarfes durch FKWs gedeckt und nur 2 Jahre später, im Jahr 2039, waren es 80%.
FKWs waren aber Segen und Fluch zugleich. Energie war ökologisch sauber und nahezu unendlich vorhanden. Der Strompreis fiel im Schnitt um 61% aber auch der Preis für Erdöl, Erdgas und Kohle brach ein. Und alle die sich vorher gefreut hatten das einer der Gründe für die globale Erderwärmung sauber geworden war, stellten mit erschrecken fest das es jetzt nur noch schlimmer wurde. Es war chic eine Stromverschwender zu sein. Energieintensive Fertigungsmethoden, die vor den FKWs von der Industrie gemieden wurden, und billiges Erdöl, sorgten gemeinsam dafür dass es eine wahre Kunststoffschwemme gab und die Zahl der Wegwerfprodukte ins unermessliche stieg.
Experten sind sich sicher das die Fusionsenergie die 2. industrielle Revolution eingeleitet hat.