Industrielle Revolution 2.0

Der weltweite Ausbau der Fusionswerke Anfang der 2040er sorgte für einen Innovationsschub in den Bereichen neue Materialien und neue Fertigungsverfahren. Plötzlich waren Technologien gefragt die zuvor wegen ihres Energiebedarfes oder ihres schlechten Wirkungsgrades verpönt waren. Mit der preiswerten Fusionsenergie war es möglich Materialien herzustellen die vorher unwirtschaftlich waren, da sie gegenüber herkömmlichen Materialien nur geringe Vorteile hatten. Der Energiepreis war kein Hinderungsgrund mehr, vor allem nicht mehr in der Massenfertigung.
Die Branchen Baustoffe, Chemie, Glas, Nichteisen-Metalle, Papier und Stahl stehen am Anfang der Wertschöpfungskette und gehören zu den energieintensiven Industrien. Um Aluminium, Kupfer und Zink, Dämm- und Kunststoffe sowie Grundchemikalien, Papier und Karton, Glas, Glasfasern, Stahl, Zement, Kalk, Gips und Keramik herzustellen, wird viel Energie benötigt. Die preiswerteren Grundstoffe beflügelten die verarbeitenden Industrien. Asiatische Massenproduzenten befürchteten einen Rückgang ihrer Erzeugnisse auf den westlichen Märkten und überschwemmten den Markt mit noch preiswerteren Artikeln. Dieses Verhalten verursachte sogar eine, kurzlebige, Deflation. Vor allem China entpuppte sich als Innovationstreiber und verfiel in einen Hightech Wahn. Die westliche Welt hatte das Gefühl das China einfach alles nochmal erfand. Eine große Menge der bekannten chinesischen Produkte wurden nun mit neuen Materialien hergestellt oder mit noch mehr technischen Spielereien ausgestattet.
Die Fusionsenergie hatte noch einen weiteren Effekt. Fossile Brennstoffe wurden kaum noch benötigt. Wärme aus Strom war viel billiger. Den Preisverfall bei Kohle, Erdgas und Erdöl kompensierten die produzierenden Unternehmen dadurch, dass sie den verarbeitenden Industrien halfen neue Produkte aus ihren Rohstoffen herzustellen. Auch hier verhalf die Fusionsenergie einigen Fertigungsmethoden zu Popularität, die vorher keiner mit der Kneifzange angefasst hätte. Vor allem die Kunststoffproduzenten waren vorne mit dabei und gaben ihr Bestes.
Das allgemeine Resultat der industriellen Revolution 2.0 war in den 2050er Jahren eine superbequeme Wegwerfgesellschaft die kaum noch Bezug zu Ökologie oder Nachhaltigkeit hatte.

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